Archive für 4.9.2010

Gore-Tex Transalpine Run 2010: 1.Etappe von Ruhpolding nach St. Ulrich

10.00Uhr: In gut einer Stunde ist es so weit. Die TAR startet! Das Briefing war gestern nicht so aufregend für mich wie vergangenes Jahr. Aber natürlich ist es toll mit Läufern aus 25 Nationen über die Alpen zu hetzen. Habe heute Morgen auch schon eine Trainingseinheit hinter mich gebracht. Die TAR-Taschen mussten alle Läufer hier mal selber zum Abtransport bringen. In den nächsten Tagen werden sie dann aus den Hotels geholt und auch wieder gebracht. Man kam schon ins schwitzen bei 1,5 km mit 30 kg auf den Rücken. Das Wetter meinte er bisher nicht so gut mit uns, hoffentlich wird es noch. Mein Partner Michael wird sicherlich etwas unruhig am Start stehen. Ich bin noch im Hotel, musste noch etwas erledigen. Wer viel läuft weiß auch was. Nun werde ich mich mal ins Getümmel stürzen.

Bild 1: Training

training.jpg1_etappe_tar_2010_hoehenprofil.pdf

Bild 2: Michael mein Teampartner und ich kurz vor dem Start. Er hat schlecht geschlafen oder er pokert?

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Bild 3: Ich möchte nicht wissen wie viele Events alle Läufer zusammen schon gemacht haben.

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News von admin++++Sie waren im Ziel nach 3.51.07. Das ist Platz 15 bei den Masters und Platz 57 total. Gut gemacht!+++

20.00Uhr: Der erste Tag lief gut. Ich sage mir einfach, es sind noch 270km!  Und 57. Team zu sein und 15 bei den Masters ist ja nicht so schlecht. Unterwegs kam mir so der Gedanke,  was wäre, wenn ich mit Guido oder mit Andreas, meinem Teampartner aus dem letzten Jahr gelaufen wäre? Hätten sie mir den Arsch aufgerissen oder wäre es für mich auch so relaxt gewesen? Nun wollen wir nach vorn schauen. Vielleicht steigert sich Michael auch von Tag zu Tag. Schauen wir mal. Jedenfalls eins weiß ich, der Ascis Schuh Attack 6 ist nicht alpin tauglich. Von meinen 3 mitgenommen Schuhen fällt der erste aus. Schon traurig, was der Marktführer hier anbietet.

Überraschungen gibt es immer. Beim Abendbrot haben sich spanische Teams erstmal ein Zigarettchen gedreht. Eigentlich unvorstellbar aber für einen Guten auf der Toilette tut manch einer noch andere Dinge.

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Ein Lob an Plan B. Schön, dass sie die Veranstaltung auf so einem hohen Level halten. Denn sie sind mit der jetzigen Teilnehmerzahl sicher an manche Grenze gestoßen. Aber Hut ab, wie sie das managen.

Zitat des Tages: Wie sagte heute einer auf der Massagebank? „Das war nur das Vorspiel!“ Würde ich so bestätigen.

Auf neuen Wegen mit alter Kraft

Gerade, wo ich mich eingeloggt habe in den Blog, wurde mir ein gespeicherter Entwurf angezeigt. Die Überschrift war “4 Wochen nach der Transalpine Run…..” Jetzt ist es wieder soweit! Samstag am 04.09. stehe ich am Start der Westroute über die Alpen. Im Team müssen wir 305 km & 13500 hm bezwingen, nur im Team wird man in den Ergebnislisten geführt. Nachdem Guido (mein Partner bei der 2. Craft Trans Germany) verletzungsbedingt abgesagt hat, was auch nicht nur eine Kopfkrankheit war, habe ich heute meinen neuen Partner von Race Direktorin Uta Albrecht von der Event-Company Plan B per Telefon mitgeteilt bekommen. Das Team 175 nennt sich High 5-Wölfle! Bevor ich mit Michael sprach, habe ich ihn kurz auf Google und auf Ergebnislisten von Laufevents gescheckt. Ich denke es klappt schon. Die Kritikpunkte von Andreas im letzten Jahr habe ich gleich angesprochen. Wenn ich ehrlich bin, wäre ich auch gern noch einmal mit Andreas gelaufen. Nur er gönnt sich grössere Dinge: den UT-Mont-Blanc! Ich denke, dass ich gut drauf bin. Lange Zeit hatte ich keinen Bock. Nur einen sportlichen Höhepunkt sollte sich jeder setzen im Jahr. Seit dem ich alles organisiere für die Transalpine Run, kribbelt es etwas im Bauch. Ich bin nicht aufgeregt, aber es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass man es schaffen kann, die Strapazen zu überwinden. Dafür habe ich mich auch die letzten Wochen gut gequält. Außerdem ist es auch das Einzige, was ich mit dem Arm wirklich machen kann. Es ist jetzt bald ein Jahr her, als mich der LKW in Afrika vom Rad holte und dass ich damit heute noch kämpfe, hätte ich am 20.11.2009 nicht geglaubt. Hier gilt wirklich das alte Sprichwort ” Die Zeit heilt die Wunden”. Will nicht jammern, nur ein bißchen schneller könnte die Heilung voran schreiten.

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