Archive für 18.7.2008

Manche waren nie auf einem Berg

Nie stimmt nicht. Meine Mutter war zumindest auf dem Brocken im Harz. Aber ansonsten als Berliner Pflanze mit Alex und Tierpark zufrieden. Dafür war sie ein Meister der Ebene und deren Mühen. Immer fröhlich oder wenn nicht in dieser Stimmung dann schnell zum Lachen zu bringen. Die witzigsten und bissigsten Bemerkungen in der Familie kamen von ihr. Sie war kreativ und konnte harte körperliche Arbeit wegstecken. Sie war das Kommunikationszentrum unserer großen Familie. Kochen hab ich von ihr gelernt, backen, häkeln und nähen. Und lieben. Sie ist am 10.07.2008 nach jahrelanger schwerer Krankheit erlöst worden.

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Manche Berge kann man nicht zweimal besteigen

An der Abschiedsfeier für die Gruppe Stein nahmen schon Inge und Werner Lange teil, die sich weder an diesem Tag noch später mit Bananenbier anfreunden konnten. Das war auch nicht Werners eigentliches Anliegen in Tansania. Werner möchte zwei Bücher schreiben über das Land der Riesenkrater, in dem die Massai leben. Wieder für den Schweizer AS Verlag, in dem schon seine beiden lesenswerten Kilimanjaro Bücher erschienen sind („Kilimandscharo“ und „Traumberg Kilimandscharo“). Wir sind neun Tage mit ihnen in eben diesem Land der Riesenkrater unterwegs gewesen. Das ist rund um den Oldoniyo Longai, am Lake Natron und weiter südwestlich am Ngorongoro und Empakai Krater. „Bushland, no place for a white man!“ Erst recht nicht für white women…Werner wollte auf den Oldoniyo und Inge ihn unbedingt begleiten. Am Tag vor unserem Gipfelversuch waren 12 britische Studenten gescheitert. Der Oldonyo (2878m) ist 2007 ausgebrochen und hat nun mehrere Meter Asche auf seinem Haupt und sehr viel in die Gegend verstreut. Von den beiden schönen Gipfelkratern, einer mit Blubberlöchern ist nichts mehr zu sehen. Werner ist 65 und Inge 63. Inge war erst einmal zum Training in der Türkei knapp über 2000m. Aber wir haben es geschafft! Inge teilweise auf den Knien und mit Tränen in den Augen. Nun sind wir die Harten vom Oldoniyo, die nichts mehr schreckt. Wir sind vom Westen aus die alte Aufstiegroute hoch und es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es vom Süden aus auch gehen soll. Zeige unten die Südroute für Interessenten. James und Mike sind ganz heiß, es noch einmal von Süden aus zu versuchen, vielleicht mit Mario? Mike hatte seinen Vaude Eispickel mit und damit tolle Stufen für Inge in die Lava gehauen. Was sonst noch alles Aufregendes passiert ist kann Werner viel besser schildern. Wir sind gespannt. Aber wir haben auch etwas aufregend Neues, wie das letzte Bild verrät und darüber werden wir bald hier berichten.

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Manche Berge muss man zweimal besteigen

Zurück aus Tansania ist zu berichten, dass die Bikegruppe um Dieter Stein den Kilimanjaro bestiegen hat. Christoph kam 5100m hoch, alle anderen bis zum Stella Point. Das ist ein Punkt auf dem Kraterrand und ihn zu erreichen, gilt als offiziell den Kilimanjaro bezwungen zu haben. So hatte ich 2001 angefangen und MUSSTE dann noch einmal kommen, um das Foto am Schild zu haben. Inzwischen habe ich aufgehört zu zählen, wie oft ich in Tansania war, aber das nur am Rand. Die Bergfeier fand in Kiboriloni statt, wo wir unser Firmengebäude haben mit Jam Donats vom Hot Breat Shop in Moshi (sehr lecker) und Bananenbier, was für die Jungs gewöhnungsbedürftig war. Nach etlichen Litern wurde dann Gerald Mela, der zweite Guide, als zu leicht befunden und auch die Deutschzungige konnten in das schöne Lied „Jambo Bwana“ einstimmen. Man will wieder kommen.

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